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Goldwaschen im Napfgebiet: Warum zum Sommeranfang der perfekte Moment ist
Der Sommer ist da – und mit ihm die schönste Zeit für einen Ausflug an die goldführenden Bäche des Napfgebiets.
Ich war kürzlich mit zwei Kollegen an der Grossen Fontanne beim Badhus, und ich kann dir sagen: Es war ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergesse.
Das Badhus – wo das Titelbild zum Buch entstand
Vielleicht kennst du es: das Titelbild unseres Buches «Gold in der Schweiz». Genau dort, unterhalb der Badhus-Flue an der Grossen Fontanne im Kanton Luzern, sind wir dieses Mal mit Schaufel und Pfanne in den Bach gestiegen. Für meine beiden Kollegen war es das erste Mal überhaupt – noch nie hatten sie Gold gewaschen. Was ich dabei immer wieder erlebe: Die Begeisterung von Anfängern ist ansteckend. Du siehst die Welt plötzlich mit anderen Augen, wenn du zum ersten Mal ein Goldflitter in der Pfanne erkennst.
Wir waren nicht allein. Mehrere andere Goldwäscherinnen und Goldwäscher waren unterwegs, und wir haben schöne Funde gesehen. Das Napfgebiet ist kein Geheimtipp mehr – aber am Bach ist es gross genug, dass jeder seine eigene Ecke findet.
Erfrischend, familientauglich – und Gold!
Bei der gegenwärtigen Hitze ist ein Bachufer das Paradies. Das Wasser der Grossen Fontanne ist klar und erfrischend, der Schatten der Auenbäume angenehm. Goldwaschen im Sommer ist einfach eine Freude für Körper und Geist. Kinder lieben es sowieso – im Wasser planschen, im Sand graben, und wer weiss, vielleicht ein erste Goldflitterchen finden. Ein idealer Familienausflug.
Und ja: Eine Servelat darf nicht fehlen. Bräteln am Bach gehört für mich in Gesellschaft zum Sommerausflug dazu (nicht, wenn ich alleine unterwegs bin ;-). Doch genau hier ein wichtiger Hinweis für dich:
Achtung Waldbrandgefahr! Die Schweiz kennt fünf Gefahrenstufen. Aktuell (18. Juni 2026) sind wir im Napfgebiet auf Stufe 2 («mässig») – bräteln ist noch möglich, aber mit Vorsicht. Ab Stufe 3 («erheblich») gilt: Feuer nur noch an fest eingerichteten, betonierten Feuerstellen. Ab Stufe 4 («gross») ist kein Feuer im Freien mehr erlaubt – auch keine Einweggrills oder Feuerschalen. Die aktuelle Gefahrenlage prüfst du tagesaktuell auf naturgefahren.ch oder waldbrandgefahr.ch.
Da wir uns beim Badhus in einer Auenlandschaft befinden, gilt ausserdem: Bringe dein Brennholz von zu Hause mit. In der Auenlandschaft soll kein Holz aus dem Wald gesammelt werden – das sind schützenswerte Lebensräume für (Klein-)Lebewesen und das respektieren wir.
Warum das Napfgebiet so besonders ist
Das Napfgebiet, dieser raue Hügelzug zwischen den Kantonen Luzern, Bern und dem Rand des Emmentals, ist eine der bekanntesten Goldregionen der Schweiz. Die Grosse Fontanne, die Luther, die Kleine und Grosse Emme und viele andere Bäche führen hier Gold – abgelagert vor Jahrmillion aus den Alpen, von der Erosion freigespült und von den Bächen ins Tal getragen. In unserem Buch «Gold in der Schweiz» widmen wir dem Napfgebiet besondere Aufmerksamkeit und beschreiben Geschichte, Geologie und wichtige Funde ausführlich.
Was ich nach über vierzig Jahren Goldwaschen immer noch faszinierend finde: Der Bach arbeitet für dich. Schmelzwasser und Hochwasser sind deine besten Verbündeten – sie lockern das Flussbett auf und legen frisches Goldmaterial frei. Hier im Napfgebiet nicht so massiv wie in den Flüssen des Piemonts - aber immerhin. Ende Juni, nach den Frühlingsgewittern, sind die Bedingungen am besten.
Dein nächster Ausflug ins Napfgebiet
Du bist neugierig geworden? Dann nichts wie los. Pack die Goldwaschpfanne ein, nimm die Servelat und das Brennholz mit, und prüfe vorher kurz die Waldbrandgefahrenstufe. Den Rest übernimmt der Bach.
Alles Weitere – von möglichen Fundstellen bis zur richtigen Technik – findest du in unserem Buch im Shop auf colorofgod.ch. Die passende Ausrüstung findest du in den verschiedenen Goldwasch-Shops, die auch unser Buch verkaufen (siehe Liste unter "Bezug vor Ort"). Somit bist du bestens vorbereitet..
👉 Zum Buch geht es hier: colorofgod.ch/shop
Goldener Gruss, Victor